Biobasierte Einweg-Schürzen für Skånes Gesundheitssektor

Im Jahr 2011 führte die Region Skåne eine Analyse ihrer eigenen Emissionen durch. Der Regionalrat entdeckte dass 40 % der klimaschädlichen CO2-Emissionen Skånes durch den Gesundheitssektor erzeugt wurden. Ein Großteil dieser Auswirkungen wurde durch Einwegprodukte verursacht, wie etwa Schutzschürzen. Im Jahr 2014 war der Gesundheitssektor in Skåne für die Verwendung und Entsorgung von 5,2 Millionen Einweg-Schürzen verantwortlich, die umgerechnet 300 Tonnen CO2-Emissionen erzeugten. Die durch diese Art von Produkten verursachten Klimaauswirkungen können reduziert werden, indem unnötiger Verbrauch begrenzt wird, neue Materialien gefunden werden die eine bessere Leistung und ein geringeres Gewicht bieten, sowie fossile Materialien durch biobasierte Alternativen ersetzt werden, zum Beispiel durch Innovationsbeschaffung.

Da damals noch keine klimaneutrale Einwegschutzschürze auf dem Markt war, hat die Region Skåne einen innovationsorientierten Beschaffungsprozess für den Einkauf von Schürzen aus nachwachsenden (biobasierten) Materialien eingeleitet. Der Prozess begann 2014 und endete im Mai 2016 mit dem Auftrag an ein Unternehmen für die Lieferung von Einweg-Schürzen aus 91% nachwachsenden Rohstoffen. Es wird erwartet, dass der Kauf und Gebrauch der biobasierten Schürzen zu Einsparungen von 250 Tonnen pro Jahr an CO2-Emissionen führen wird.

Die Region Skåne hat mit dieser Beschaffung nicht nur bewiesen, dass es möglich ist Innovationen anzuregen, was zur Entwicklung eines klimaneutralen Produkts führen kann, sondern auch ein Modell für die Umsetzung einer PPI erstellt. Dieses Modell, mit Lektionen - und neu entwickelten Materialien – kann direkt in zukünftige Beschaffungsprozesse implementiert werden.

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Um das ganze Praxisbeispiel und die daraus gezogenen Lehren zu lesen, laden Sie den Bericht hier runter (auf Englisch).


Biobasierte Einweg-Schürzen